Fahrradampel

Fahrradampel © ADFC | April Agentur

Missachtung des Rotlichts an der Ampel

 

Für Radfahrende gilt entweder die Fahrbahnampel oder auf Radverkehrsführungen die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr. Egal welche Ampel gilt – bei Rot müssen Radfahrende anhalten.

 

Welches Ampelsignal gilt, hängt nicht davon ab, wo Radfahrende fahren müssten, sondern allein davon, ob sie auf der Fahrbahn oder auf einer Radverkehrsanlage unterwegs sind, unabhängig von einer Radwegbenutzungspflicht.

An den meisten Ampeln an Radwegen sind die Fußgängersignale inzwischen durch Kombischeiben ersetzt worden, die das Radverkehrs- und Fußgängersymbol gemeinsam zeigen, damit „Lichtzeichen für den Radverkehr“ vorhanden sind.

Ideal sind die Kombisignale jedoch nicht, weil sie keine Gelbphase zeigen. Hier werden Radfahrende zu Unrecht angezeigt, wenn sie unmittelbar nach dem Umspringen auf Rot den Fahrbahnrand erreicht haben. Der Bußgeldbescheid berücksichtigt dann nicht den Anhalteweg, der sich aus Reaktionszeit und Bremsweg zusammensetzt. Besonders dann, wenn der Vorwurf nicht auf einen qualifizierten Verstoß mit mehr als einer Sekunde Rotlicht lautet, sollte sich durch den Einspruch die Einstellung des Verfahrens erreichen lassen.

Sichtbarkeitsgrundsatz

Wie für Verkehrszeichen gilt auch für Signalanlagen der Sichtbarkeitsgrundsatz: Der Verkehrsteilnehmende braucht nur solche Anordnungen zu beachten, die ihm auf seiner Fahrt in Gestalt sichtbarer Verkehrs- oder Lichtzeichen begegnen und die er bei Anwendung der nötigen Sorgfalt ohne Weiteres wahrnehmen kann.

Rotlichtverstoß

Das Bußgeld für den einfachen Rotlichtverstoß liegt für Radfahrende bei 60 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmende dabei gefährdet sind es 100 Euro und mit Unfallfolge oder Sachbeschädigung werden Radfahrende mit 120 Euro zur Kasse gebeten. Zusätzlich wird ein Punkt im Kraftfahrt-Zentralregister in Flensburg eingetragen.  

Einen Rotlichtverstoß begeht auch, wer zum Abbiegen die rote Ampel umfährt, indem er dazu einen Gehweg, andere Straßenteile oder ein Eckgrundstück benutzt und innerhalb des „geschützten Bereichs“ wieder auf die Fahrbahn einfährt. Dieser Schutzbereich ist größer als das Viereck zwischen den Ampelmasten.

Von der Fahrbahn aus mit den Zufußgehenden bei Rot links abzubiegen, ist für Radfahrende keine erlaubte Alternative: Rot gebietet „Halt vor der Kreuzung“, in diesem Fall vor der Haltlinie der durch Rotsignal geschützten Fußgängerfurt.

Die Ampel war bereits länger als eine Sekunde rot

Bei Rot müssen Radfahrende anhalten. War die Ampel bereits länger als eine Sekunde rot, als der Radfahrende sie überfahren hat, wird es teuer.

Das Bußgeld für Radfahrende liegt dann bei 100 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmende dabei gefährdet sind es 160 Euro und mit Unfallfolge oder Sachbeschädigung werden Radfahrende mit 180 Euro zur Kasse gebeten. Zusätzlich wird ein Punkt im Kraftfahrt-Zentralregister in Flensburg eingetragen.

 

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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