Ich wähle die RADvolution – für sicheres Radfahren für alle!

Am 9. Juni war Kommunalwahl: Alle Baden-Württemberger*innen haben an diesem Tag ihre Gemeinde- und Ortschaftsräte, Kreisräte sowie die Regionalversammlung des Verbands der Region Stuttgart gewählt. Keine andere Ebene ist so nah an uns Bürger*innen dran wie die kommunale. Denn über den Bau von Radwegen wird weitestgehend in den Gemeinderäten vor Ort entschieden.

Die Verkehrspolitik hat schon lange einen Platten: Lärm, Abgase, verstopfte Straßen – und zu wenig Platz für Menschen und fürs Fahrrad. Wir wollen gute Straßen für alle: mehr Platz fürs Rad, für die Menschen und für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden. Fahrradfreundliche Orte sind menschenfreundliche Orte. RADvolution steht für echte Veränderung hin zu mehr Fahrrad. Das bedeutet auch: mehr Verkehrssicherheit! Denn: Nur wer sich im Verkehr sicher fühlt, steigt auch langfristig aufs Fahrrad um. Je mehr Menschen Rad fahren, desto sicherer können alle Menschen in Städten und Gemeinden leben. Dafür radeln wir los, klären auf, sind laut und geben allen die Möglichkeit mitzumachen.

Die RADvolution geht weiter: Die Ergebnisse im Land sind gemischt: In einigen Kommunen haben konservative Parteien die Nase vorn, andernorts gibt es aber auch sozial-ökologische Mehrheiten, die hoffen lassen, dass die Radinfrastruktur vor Ort weiter ausgebaut wird. Denn Vernunft darf nicht an Parteigrenzen enden.

Doch egal wie die Wahlen vor Ort ausgegangen sind: Die RADvolution muss weitergehen! Mancherorts mag das in Zukunft schwieriger sein als anderswo. Deshalb unser Appell an euch alle:

  • Macht eure Kommunalpolitiker*innen konsequent darauf aufmerksam, dass ihr sicher Rad fahren wollt!
  • Beschwert euch bei euren Gemeinden über fehlende Radwege!
  • Wendet euch bei Problemen an den ADFC in eurer Stadt!

Schon in weniger als zwei Jahren stehen Landtagswahlen in Baden-Württemberg an: Dann haben wir wieder die Chance, uns FÜR das Fahrrad und die RADvolution zu entscheiden.

  • Danke an alle Wähler*innen, die sich für die RADvolution entschieden und fahrradfreundliche Listen gewählt haben.
  • Danke an alle Aktiven in den ADFC-Kreisverbänden und Ortsgruppen, die sich im Vorfeld der Kommunalwahl für die RADvolution in ihrer Kommune eingesetzt haben.
  • Danke an alle Unterstützer*innen der RADvolution, die unsere Beiträge fleißig geteilt haben.

Wir rücken das Fahrrad weiterhin ins Zentrum der kommunalen Verkehrspolitik, denn ohne Fahrrad können wir die Verkehrswende nicht schaffen. Für gute Radinfrastruktur müssen wir aber nicht immer ins Ausland schauen, sie ist auch hier bei uns im Ländle bereits vorhanden und möglich. Diese wollen wir weiter sichtbar machen.

Gemeinsam machen wir weiter - für lebenswerte Städte und eine fahrradfreundliche Zukunft! In Baden-Württemberg brauchen wir weiterhin mehr Platz und mehr Sicherheit für uns und unsere Kinder. Daher heißt es für uns: Die RADvolution geht weiter!

Unser Traum von lebenswerten Kommunen

Leben wir in Zukunft in mit Blechlawinen vollgestopften und von Abgasen stinkenden Betonwüsten, in denen die Sommer unerträglich und für manche gefährlich und die Winter trist und deprimierend werden?

Oder werden wir schon bald in grünen Quartieren und Ortschaften leben, in denen öffentliche Flächen für Begegnungen, Spiel, Erholung und Leben das Bild dominieren? 

Lebendig, lebens- und liebenswert - das sind unsere Assoziationen für die Lebensräume der Zukunft!

Unsere Wohn- und Arbeitsorte sind Lebensräume, in denen man sich gern aufhält: Sport im Park, Flanieren und Freundetreffen unter schattenspendenden Bäumen, ausgiebige Spiel- und Begegnungsflächen, eine Mittagspause mit Vogelgezwitscher oder Einkaufen ohne Umwege und um die Ecke ... das und vieles andere kommt den Menschen in den Sinn, wenn sie an den Traum-Wohnort denken.

Die Realität in Baden-Württemberg sieht anders aus: Asphaltschneisen und Betonwüsten, Lärm und Abgase, Staus und Umwege... vor allem ihre Mobilität soll den Menschen Freiheit und Teilhabe bringen! Gerade schränkt genau diese Mobilität das Leben an unseren Wohn- und Arbeitsorten jedoch ein, da viel zu viel Fläche für die Mobilität mit dem Auto verbraucht wird und viel zu wenig Fläche fürs Leben übrig bleibt. 

Dabei könnten schon kleine Änderungen unsere Lebensräume lebendig, lebens- und liebenswert machen!

Die RADvolution gibt es schon: Viele gute Beispiele im Land zeigen, dass kleine Veränderungen große Wirkung für die Bürger*innen haben. Diese guten Beispiele müssen Vorbild sein für die RADvolution im ganzen Land!

Auf diesem Bild ist das Fahrradhaus Leonberg von außen zu sehen.

Gutes Beispiel: Fahrradparkhaus Bahnhof Leonberg

Das "Fahrradhaus" am Bahnhof Leonberg bietet einen sicheren Ort zum Abstellen von 50 Rädern.

Innenansicht des Schlossbergtunnels Tübingen

Gutes Beispiel: Schlossbergtunnel Tübingen

Der Schlossbergtunnel gilt als wichtige Verbindung zwischen verschiedenen Tübinger Stadtteilen. Für den Kfz-Verkehr ist der Tunnel gesperrt.

Sichere Fahrradampel Freiburg

Gutes Beispiel: Änderung der Ampelschaltung für Rechtsabbieger in Freiburg

Rad- und Autofahrende erhalten nun getrennt voneinander grün, sodass Unfälle beim Rechtsabbiegen vermieden werden.

Neuer Hirschkreisel Eislingen/Fils

Gutes Beispiel: Hirschkreisel in Eislingen

Am neuen Hirschkreisel in Eislingen hat der Radverkehr nun Vorrang vor dem Kfz-Verkehr.

Piktogrammkette Ludwigsburg

Gutes Beispiel: Piktogrammkette in Ludwigsburg

Piktogrammketten erhöhen die Sichtbarkeit von Radfahrenden in Einbahnstraßen in Ludwigsburg.

Radschnellweg 15 Mannheim

Gutes Beispiel: RS15 Mannheim

Der RS15 auf dem ersten Teilabschnitt Mannheim ist vorbildlich umgesetzt.

Umgestaltung Greifeneggring Freiburg

Gutes Beispiel: Umgestaltung einer Kfz-Fahrspur für den Radverkehr in Freiburg

Ein Geradeaus-Streifen für Kfz wurde zugunsten des Radverkehrs umverteilt. Abbiegeunfälle können so vermieden werden.

Radstation am Tübinger Hauptbahnhof

Gutes Beispiel: Radstation Tübingen

Am Tübinger Hauptbahnhof wurde Platz zum sicheren Abstellen von zahlreichen Fahrrädern geschaffen.

Abbiegespur für Radfahrende Bahnhof Renningen

Gutes Beispiel: Linksabbiegespur für Radfahrende in Renningen

Radfahrer können sicher links zum Bahnhof abbiegen.

Radkreisverkehr Tübingen

Gutes Beispiel: Radkreisel Tübingen

Der neue Radkreisverkehr ist ein großer Sicherheitsgewinn für den Radverkehr in Tübingen.

Umgestaltung der Zähringer Str./Habsburgerstr. Freiburg

Gutes Beispiel: Ummarkierung der Fahrbahn für den Radverkehr in Freiburg

Ein Kfz-Fahrstreifen wurde zum Radweg ummarkiert und Schwerlastverkehr umgeleitet. Die Stadt Freiburg hat so mehr Platz fürs Rad geschaffen.

Neuer Radfahrstreifen in Herrenberg

Gutes Beispiel: Schaffung von Radfahrstreifen in Herrenberg

Längsparkflächen wurden zugusten des Verkehrsflusses abgeschafft. So wurde mehr Platz für Radfahrstreifen geschaffen.

ChargerCube Messe Stuttgart

Gutes Beispiel: ChargerCubes an der Messe Stuttgart

Die ChargerCubes an Messe Stuttgart sind die Luxus-Variante zum Laden des Fahrrad-Akkus.

Fahrradabstellanlagen Bahnhof Renningen

Gutes Beispiel: Fahrradabstellanlagen Bahnhof Renningen

Am Nordbahnhof in Renningen stehen sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bereit. Auch die Anmietung von Fahrradboxen ist möglich.

Fuß- und Radbrücke Konstanz

Gutes Beispiel: Fuß- und Fahrradbrücke in Konstanz

Über eine eigene Brücke können Radfahrende in Konstanz sicher den Seerhein überbrücken.

Fahrradstraße Nordstadt Eislingen

Gutes Beispiel: Fahrradstraße Eislingen Nordstadt

Dank der neuen Fahrradstraße kommen insbesondere viele Schüler*innen sicher zur Schule.

Fahrradstraße Wilhelmstraße Eislingen

Gutes Beispiel: Fahrradstraße Wilhelmstraße Eislingen

Die Fahrradstraße in der Wilhelmstraße bietet eine sichere Alternative für Radfahrende abseits der Hauptverkehrsachsen.

Unterführung Bahnhof Renningen

Gutes Beispiel: Unterführung für Radfahrende in Renningen

Die Unterführung am Renninger Bahnhof bietet eine gute Verbindung zwischen Industriegebiet und Renninger Innenstadt.

Modaler Filter Ludwigsburg

Gutes Beispiel: Modaler Filter in Ludwigsburg

Ein modaler Filter sorgt dafür, dass der Autoverkehr auf der Fahrradstraße draußen bleiben muss.

Fahrradparkhaus Karlsruhe Hauptbahnhof

Gutes Beispiel: Fahrradparkhaus in Karlsruhe

Das Fahrradparkhaus am Karlsruher Hauptbahnhof lädt dazu ein, mit dem Rad zur Bahn zu fahren.

Radservicestation am Scheffel-Gymnasium

Gutes Beispiel: Radservicestation am Scheffel-Gymnasium Bad Säckingen

Schüler*innen können nun einfache Reparaturen am Fahrrad selbst durchführen.

Radabstellanlage Silcherschule

Gutes Beispiel: Fahrradständer an der Silcherschule Eislingen

An der Silcherschule können Schüler*innen ihre Fahrräder sicher und wettergeschützt abstellen.

Fahrradstraße Hindenburgstraße Esslingen

Gutes Beispiel: Fahrradstraße Hindenburgstraße in Esslingen

Auf einer der längsten Fahrradstraßen in Deutschland können Radfahrende zügig und sicher radeln.

Für den Radverkehr geöffnete Einbahnstraße

Gutes Beispiel: Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung in Ludwigsburg

Radfahrende haben ihren eigenen Radweg zur Befahrung von in Gegenrichtung geöffneten Einbahnstraßen.

Gutes Beispiel: Fahrradabstellanlagen Bahnhof Renningen Süd

Pendler*innen können auch am Bhf. Renningen Süd ihr Fahrrad sicher abstellen.

Radschnellweg RS1

Gutes Beispiel: Radschnellweg RS1 Böblingen

Auf dem Radschnellweg können Radfahrende staufrei und kreuzungsarm zwischen Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen radeln.

Stuttgarter Ecke Forststraße/Senefelderstraße

Gutes Beispiel: Stuttgarter Ecken in Stuttgart

„Stuttgarter Ecken“ verhindern, dass an Straßenkreuzungen rechtswidrig Autos abgestellt werden, die die Sicht von Zufußgehenden einschränken.

Neues Radrondell Schwetzingen

Gutes Beispiel: Radrondell in Schwetzingen

Radfahrende können dank einer deutschlandweit einzigartigen Lösung an einem der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt nun sicher und zügig fahren und abbiegen.

So setzt sich der ADFC vor der Kommunalwahl 2024 für die RADvolution ein

Die Kommunalwahl am 9. Juni war in Baden-Württemberg ein wichtiger Schritt Richtung Verkehrswende.

ADFC-Aktive machten im ganzen Land den Radverkehr zu einem wichtigen Thema auf der lokalen politischen Agenda.

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