Fahrradstraße © Benedikt Glitz

Mobilitätswende für Baden-Württemberg

 

Mobil machen fürs Klima: Der ADFC unterstützt die Allianz Mobilitätswende für Baden-Württemberg.

 

Gemeinsam sind wir stärker: Verschiedene Verkehrs- und Umweltverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund und Einrichtungen der evangelischen Kirche haben sich zur Allianz Mobilitätswende für Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um so Kräfte für eine breite Klimaschutz-Kampagne im Land zu bündeln. Eine intensive öffentliche Diskussion soll den Druck von der Zivilgesellschaft auf die Politik erhöhen – und diese zum zügigeren Handeln zu bewegen. Der ADFC Baden-Württemberg unterstützt die Ziele des Bündnisses.

 

 

Der Start

Als Allianz Mobilitätswende sehen wir uns den Beschlüssen des UN-Klimarahmenabkommens von Paris verpflichtet. Wir wollen den vom Menschen verursachten Klimawandel auf eine globale Temperaturerhöhung von unter 2 Grad, möglichst auf 1,5 Grad begrenzen, damit auch künftige Generationen gut auf unserem Planeten leben können.

Das Ziel

Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, müssen wir unsere Mobilitätskultur jetzt rasch und radikal ändern. Wir setzen uns das Ziel, dass die Mobilitätswende in Richtung Klimaneutralität in Baden-Württemberg bis 2035 abgeschlossen ist. Das gelingt nur mit einem ambitionierten Umbau der Infrastruktur, mit klimaneutralen Technologien und einer Mobilitätswende in den Köpfen der Menschen.

Der Grund

Die Bundesregierung hat 2016 beschlossen, den C02-Ausstoß des Verkehrssektors bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent (bezogen auf 1990) zu senken. Doch entgegen allen Zielsetzungen steigen die C02-Emissionen des Verkehrs in Baden-Württemberg an. Unser Land nimmt hier bundesweit eine negative Spitzenstellung ein. Statt der angestrebten Reduzierung verzeichnen wir eine Zunahme (bezogen auf 1990) um rund 13 Prozent.

Keine Frage: Die Autoindustrie hat Baden-Württemberg Wohlstand, der Industrie Einnahmen und vielen Menschen Arbeit und sicheres Einkommen gebracht. Wir sind jedoch an einem Wendepunkt angelangt. Wenn die Autoindustrie in Baden-Württemberg überleben will, kommt sie nicht umhin, Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte zu entwickeln, die den neuen Rahmenbedingungen eines sich rasant ändernden weltweiten Markts entsprechen, der auf C02-Neutralität setzen muss und wird.

Der Weg

Baden-Württemberg kann zu einem Leitanbieter für klimagerechte Mobilität werden. Es müssen nicht nur ökologisch verträgliche Autos entwickelt und produziert werden, auch die Produktion muss in der gesamten Lieferkette auf Klimaneutralität setzen.

Nachhaltige Mobilität muss „Gute Arbeit“ schaffen, deshalb müssen gute Arbeitsbedingungen beim Ausbau und der Förderung von Verkehrsmitteln des Umweltverbunds notwendige Kriterien für Vergabe, Ausschreibungen und Beschaffungen sein.

Die Transformation der Automobilindustrie wird die Arbeitsplätze deutlich verändern. Aber nur so können unsere Arbeitsplätze mit Tarifbindung und Mitbestimmung erhalten werden. Wirtschaftlichkeit und Ökologie bedingen sich gegenseitig. Gleichzeitig braucht die selbstaktive Mobilität mehr Raum auf unseren Verkehrswegen, denn sie entlastet Städte und Dörfer von Lärm und Luftschadstoffen. Der öffentliche Verkehr muss so ausgebaut werden, dass niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen ist.

Der Gewinn

Von einer neuen Mobilitätskultur profitieren alle: Dörfer und Städte werden zu lebenswerteren Orten, die zur Begegnung einladen und Nachbarschaften entstehen lassen. Menschen leben gesünder, denn Verkehrslärm und Luftschadstoffe werden verringert. Es gibt weniger Verkehrsunfälle. Öffentliche Mobilitätslösungen sichern die Teilhabe aller Menschen. Der öffentliche Raum ist für alle Generationen sicher nutzbar. Nicht zuletzt trägt eine neue Mobilitätskultur entscheidend zur Bekämpfung der Klimakrise bei.

Die Wende

Eine breite Mehrheit in der Bevölkerung weiß das längst, jedoch fehlt es an Entschiedenheit auf Seiten der Politik, diesen neuen Weg zu beschreiten. Deshalb bündeln die Mitglieder der Allianz Mobilitätswende ihre Kräfte, um der Mehrheit eine starke Stimme zu geben.

Die Klimaziele von Paris müssen Start- und Zielpunkt der Mobilitätswende in Baden-Württemberg sein. Alle Maßnahmen, die dem Ziel der Klimaneutralität widersprechen, müssen auf den Prüfstand.

Die Allianz Mobilitätswende freut sich über eine finanzielle Unterstützung

VCD Baden-Württemberg e.V.
IBAN: DE23 6009 0800 0310 8396 06
Sparda-Bank Baden-Württemberg eG
BIC GENODEF1S02
Verwendungszweck „Mobilitätswende Allianz“

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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