Poolnudel am Lastenrad, Theo, Radfahrstreifen und enger Überholabstand

Forderung 5: Gefährliche Infrastruktur muss der Vergangenheit angehören

 

Viel zu häufig sind Radfahrende mit gefährlicher Infrastruktur konfrontiert. Litfasssäulen im Kreuzungsbereich, freie Rechtsabbieger und unmarkierte Poller – die täglichen Gefahren sind vielfältig. Sie müssen systematisch beseitiget werden.

 

Da es im ganzen Land viele Stellen gibt, an denen die Sicherheit der Radfahrenden durch eine schlechte Infrastruktur massiv gefährdet wird, fordern wir die zentrale Aufnahme, Priorisierung und Beseitigung dieser Gefahrenstellen.

Das Land ist für die Sicherheit der Menschen zuständig und muss die zügige und systematische Gefahrenbeseitigung daher selbst angehen und auch gegenüber anderen Baulastträgern durchsetzen. Außerdem müssen Maßnahmen entwickelt werden, die die Planung und den Bau einer solch gefährlichen Infrastruktur unterbindet.

 

 

RadVIS - Hilfestellung für die zügige Gefahrenbeseitigung?

Am 1. November 2021 ist das von der Mobilitätszentrale Baden-Württemberg entwickelte Radverkehrsinfrastruktursystem (RadVIS) gestartet. In dem Tool sollen alle radverkehrsrelevanten Informationen zusammenkommen und das landesweite Radnetz betreut werden. RadVIS steht den Verwaltungen zur Verfügung und soll die Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden verbessern.

RadVIS soll bis zur finalen Ausbaustufe Planungshilfen, Routenvisualisierungen, Auswertungsfunktionen und Attributverwaltungen ermöglichen. Es ist angekündigt, dass in einer späteren Ausbaustufe das System um Meldemöglichkeiten für Infrastrukturmängel ergänzt werden soll. Für das Ziel der Vision Zero ist eine zügige und systematische Gefahrenbeseitigung bei Radverkehrsanlagen unabdingbar. Nach Ansicht des ADFC kann der RadVIS dabei eine wichtige Rolle zukommen. Allerdings müssen auch Vereine und die Öffentlichkeit das Tool nutzen können.

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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