Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Baden-Württemberg e. V.

Radschnellweg RS1

Radschnellweg RS1 © Roland Schmitt

Gutes Beispiel: Radschnellweg RS1 Böblingen

Auf dem Radschnellweg können Radfahrende staufrei und kreuzungsarm zwischen Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen radeln.

Mit gutem Beispiel voran - Was, Wer, Wo?

Der Radschnellweg RS 1 verbindet Stuttgart mit Böblingen und Sindelfingen sowie Böblingen und Ehningen und war der erste fertiggestellte Radschnellwegabschnitt in Baden-Württemberg. Die acht Kilometer lange Strecke zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart wurde auf einer ehemaligen Militärstraße gebaut. Er weist eine Breite von vier bis sieben Meter sowie qualitativ hochwertigen Asphalt auf. Eine weiße Randmarkierung mit grünem Begleitstrich sowie Fahrradpiktogramme kennzeichnen den Radschnellweg als solchen. Der Weg wird neben Radverkehr auf von Fußverkehr, Anwohnenden, Forstwirtschaft und Militärfahrzeugen genutzt. Motorisierte Fahrzeuge müssen sich allerdings an das Tempo des Radverkehrs anpassen. Intelligente Beleuchtung soll Radfahrenden ein sicheres Fahrgefühl geben und gleichzeitig die Natur schützen.

Die Maßnahme wurde umgesetzt:

  • Römerstraße, zwischen Stuttgart Vaihingen und Böblingen/Sindelfingen
  • Baulastträger: Landkreis Böblingen und Land BW
  • Ansprechpartner vor Ort: Landkreis Böblingen

 

 

Wirkung für den Radverkehr

  • Hohe Sicherheit für den Radverkehr
  • Hohe Attraktivität für Radverkehr
  • Mehr Kapazität für Radverkehr auf der Strecke
  • Zügiges Fahren, insbesondere für Pendelverkehr
  • Sichereres Fahrgefühl auch im Dunklen

 

Hintergrundinfos - rechtliche & technische Grundlagen

Auf der Radschnellverbindung zwischen Böblingen und Stuttgart Vaihingen zeigt sich, dass schnell mehr Radfahrende unterwegs sind, wenn die Wege komfortabler, sicherer und schneller werden. Früher fuhren die Kopfsteinpflasterstrecke 700 Radelnde pro Tag, nach der Asphaltierung 2020, sind es schon 1.200. Nach Informationen der Stadtverwaltung Böblingen wurden an der Zählstelle seit Inbetriebnahme Ende Mai 2019 bis zum 23. Februar 2020 bereits 158.028 Radfahrten erfasst.

Neben anderen Kriterien weisen Radschnellverbindungen in der Regel folgende auf:

  • prognostiziertes Potenzial von durchschnittlich mindestens 2.000 Radfahrenden pro Werktag
  • Mindestlänge von fünf Kilometern
  • Breite: drei Meter (einspurig) oder vier Meter (zweispurig)
  • sichere und komfortable Kreuzungspunkte, dadurch wenig Zeitverluste
  • hohe Belagsqualität
  • geringe Steigung 
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