Radfahren bei aufziehendem Gewitter

Radfahren bei aufziehendem Gewitter © pd-f | koga.com

Radfahren bei Gewitter

Wer eine Radtour plant, sollte sich vorher informieren, ob Gewitter angekündigt sind. Wen es trotzdem überrascht, sollte wissen, dass auch Fahrräder vom Blitz getroffen werden können. Der ADFC gibt Verhaltenstipps bei Gewitter.

Entfernter Donner kann auf ein sich näherndes Unwetter hindeuten. Blitzt es, kann man die Sekunden zwischen Blitz und Donner zählen und durch drei teilen, so erhält man die ungefähre Entfernung des Gewitters in Kilometern. Da ein Gewitter im Freien kann gefährlich werden, sollte man möglichst rechtzeitig Schutz suchen. Für Badende heißt es raus aus dem Wasser, denn Wasser leitet. Einen Regenschirm sollte man bei Gewitter auch nicht nutzen.

Abstand vom Fahrrad halten

Aber was ist mit dem Fahrrad? Das hat doch gummierte Griffe und Reifen. Ja, aber sie bieten keine ausreichende Isolierung. Fahrräder ziehen Blitze nicht unbedingt an, aber sie leiten. Deshalb sollten Radfahrende, die von einem Gewitter überrascht werden, absteigen und das Fahrrad nicht festhalten, sondern es abstellen und Abstand halten. Schlägt ein Blitz tatsächlich ins Fahrrad ein, kann er sich über die Erde weiterverbreiten. Daher: mindestens 10 Meter und mehr Abstand halten.

Hohe Masten und Bäume meiden

Wer kann, sollte Schutz in Gebäuden mit Blitzableitern, unter Brücken aus Stahlbeton (ohne Fahrrad und keine Geländer berühren) oder in Autos suchen. Nicht alle Schutzhütten haben Blitzableiter und können, wenn sie höher sind als die Umgebung oder Metallanteile haben, Blitze anziehen. Das gilt auch für Türme, Masten, Überlandleitungen und Bäume, daher sollte man sie meiden.

Herabfallende Äste durch Windböen

In einem Wald mit gleichmäßig hohen Bäumen gilt man als relativ sicher. Aber man sollte sich vom Waldrand und Baumstämmen fernhalten und auf den Regenschutz der Äste verzichten. Einzeln herausragende hohe Bäume sind zu meiden. Von allein stehenden Bäumen auf freiem Feld sollte man sich ebenfalls entfernen. Gefahr besteht auch durch böigen, stürmischen Wind und Totholz in den Bäumen: Äste können runterfallen oder abbrechen, Bäume umstürzen.

Hockende Position einnehmen

Im freien Feld sollte man an der tiefsten Stelle des Geländes mit geschlossenen Beinen in die Hocke gehen, Arme eng anlegen und die Füße zusammenhalten. Wenn ein Blitz in der Nähe einschlägt, soll die Gefahr in dieser Stellung am geringsten sein. Menschen in der Gruppe sollten einzeln in der Hocke verweilen und nicht dicht beieinanderstehen bleiben oder sich berühren.

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https://bw.adfc.de/artikel/radfahren-bei-gewitter-4

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